Hirnvorsorge

Vorsorge-Untersuchung des Gehirns


Hiermit können bestimmte Erkrankungen des Gehirns wie Durchblutungsstörungen, Parkinson-Krankheit oder Demenz frühzeitig abgeklärt werden.

Sinnvoll ist die Untersuchung vor allem für Personen, bei denen Risikofaktoren für diese Krankheiten bekannt sind. Zum Beispiel haben Menschen mit Bluthochdruck ein erhöhtes Risiko für Durchblutungsstörungen und Schlaganfälle.

Häufig werden die Untersuchungen auch eingesetzt, wenn unklare Beschwerden bestehen, wie Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Schwindel oder Kopfschmerzen.

Demenz


Demenz bedeutet Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit in einem Maß, das zu Schwierigkeiten im Alltag führt. Die Krankheit setzt meist schleichend ein und verschlechtert sich allmählich.

Eine Kernspintomographie (MRT) des Gehirns erstellt in wenigen Minuten Bilder Ihres kompletten Gehirnes und daran können auch kleinste Veränderungen erkannt werden.

Wir können dann analysieren, ob bei Ihnen ein über die Altersnorm hinausgehender Hirnvolumenverlust vorliegt.   

Dazu benutzen wir zur Quantifizierung eine altersnorm angepasste Software der Firma CorTechLabs aus San Diego. http://cortechslabs.com/neuroquant/.

Die Untersuchungen gehören im Rahmen des Demenz-Checks nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen und werden Ihnen daher von uns als Wunschleistung angeboten und nach entsprechender Vereinbarung mit Ihnen nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) privat abgerechnet.

Sämtliche Ergebnisse der Untersuchungen, deren Beurteilung und daraus eventuell resultierende Empfehlungen werden mit Ihnen ausführlich besprochen und Ihnen auch in einem ärztlichen Befundbericht schriftlich übermittelt. Falls Sie es wünschen, werden auch Ihrem Hausarzt die Ergebnisse mitgeteilt.

Tumore


In den westlichen Industrieländern tritt diese Erkrankung neu bei einem von 10.000 Einwohnern auf. Damit zählen Gehirntumoren zu den seltenen Tumorerkrankungen. Sowohl Erwachsene als auch Kinder können betroffen sein. Mit modernen Behandlungsmethoden ist in den meisten Fällen wirksame Hilfe möglich. 

Da bis auf Patienten mit sehr seltenen Erberkrankungen (Neurofibromatose, von Hippel-Lindau, Li-Fraumeni-Syndrom) keine Risikogruppen benannt werden können, gibt es keine Empfehlungen zur Vorbeugung eines Hirntumors. Früherkennungsprogramme gibt es ebenfalls nicht. In Familien mit einer der seltenen Erberkrankungen werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt.

Aneurysma


Ein Hirngefäßaneurysma ist eine spindelförmige, beerenförmige oder sackförmige Erweiterung von Blutgefäßen im Gehirn. Mehrere Faktoren können für die Entwicklung einer Hirngefäßerweiterung verantwortlich sein. So können die Veränderungen an der Gefäßwand, die zu einer Hirngefäßerweiterung führen, angeboren oder erworben sein. Auch kommt es in manchen Familien gehäuft zu einem Aneurysma.

Oft lässt sich die Ursache für eine Hirngefäßerweiterung nicht eindeutig ermitteln. Da in bestimmten Familien ein Gehirnaneurysma gehäuft vorkommt, wird angenommen, dass nicht nur erworbene, sondern auch angeborene Faktoren zu Veränderungen der Gefäßinnenwand bei den Endothelzellen führen. Dadurch kann im Laufe der Jahre und unter Anwesenheit weiterer Faktoren(z. B. Verschluss von Hirngefäßen, Bluthochdruck) ein Gehirnaneurysma entstehen. Da die Muskelschicht um die Hirnarterien an der Hirnbasis dünner ist als die der anderen Arterien des Körpers, sind die Hirnarterien der Hirnbasis besonders anfällig für ein Aneurysma.

Risikofaktoren

Ein wichtiger Risikofaktor, der eine Hirngefäßerweiterung verursachen kann, ist Bluthochdruck (Hypertonie). Hierbei übt das Blut einen hohen Druck auf die Innenseite der Gefäßwände aus. Ist die Gefäßwand nun an einer bestimmten Stelle geschwächt, kann diese Stelle nachgeben und wird sackartig nach außen gedrückt; es hat sich ein Gehirnaneurysma entwickelt.

Eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) stellt einen weiterer Risikofaktor für ein Gehirnaneurysma dar. Durch die Kalkablagerungen verlieren die Hirnarterien ihre Elastizität, wodurch die Gefäße die Druckwellen des Herzschlages schlechter abfedern können.

Aber auch Rauchen, höheres Lebensalter, starker Alkoholkonsum, Kopfverletzungen und einige Erbkrankheiten (z. B. Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom) erhöhen das Risiko für ein Gehirnaneurysma.

Blutungen


Die Ursachen für eine Hirnblutung können sehr vielfältig sein. In der Regel tritt eine Hirnblutung infolge eines Traumas wie z. B. Verkehrsunfall, Sturz, usw. auf.

Des Weiteren können auch Erkrankungen die Ursache für eine Hirnblutung sein. Insbesondere kommen hier Bluthochdruck (Hypertonie), Vaskulitis (Entzündung der Blutgefäße), Aneurysma, Amyloidangiopathie (degenerative Erkrankung der Blutgefäße im Gehirn) als auch Gerinnungsstörungen infrage.

Eine Hirnblutung kann auch eine genetische Ursache haben. Gefäßmalformationen - Fehlbildungen der Blutgefäße - sind angeboren. Hirntumore, als auch Gefäßtumore, können Hirnblutungen hervorrufen.

Auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten kann eine Hirnblutung auslösen. Hierbei ist insbesondere die Arzneimittelgruppe der Gerinnungshemmer (Antikoagulantia) zu nennen. Bekannte Medikamente dieser Gruppe sind ASS und Marcumar.

Langjähriger Alkohol- und/oder Drogenkonsum begünstigen die Entstehung einer Hirnblutung. Findet sich keine Ursache für eine Hirnblutung, so spricht man von einer sog. spontanen Hirnblutung.

Ist die Untersuchung gefährlich?


Weder das Magnetfeld noch die Radiowellen bewirken irgendeine Gefährdung, so daß auch Schwangere untersucht werden können. Lediglich Patienten, die einen Herzschrittmacher tragen, dürfen nicht in das MRT, durch das starke Magnetfeld des Kernspintomographen können die Informationen auf Scheckkarten gelöscht werden. Außerdem können alle magnetisierteren Gegenstände (Schlüssel, Uhren, Stifte, Münzen usw.) aus der Tasche gezogen werden und mit hoher Geschwindigkeit in das Gerät fliegen. Aus diesem Grund müssen alle diese Gegenstände in der Kabine abgelegt werden.

Was ist Kernspin-Magnet-Tomographie?


​Es gelten die gleichen Einschränkungen und Bedingungen wie bei einer Magnet-Resonanz-Untersuchung aus anderen Gründen.

Einzelheiten sehen Sie bitte hier.